Gaissteig
Der Gaissteig ist ein alter Anstieg auf den Kuhschneeberg. Schon Benesch hat den Steig als "wenig bekannt" beschrieben.
Der Gaissteig wird im unteren Teil vom Grenzriegel (Flurname) begleitet, bis sich der Steig höher oben endgültig vom Grenzriegel abwendet. Danach macht sich der Steig auf in die Sohle des Prügelgrabens. Der Alte Gaissteig sucht sich dann seinen Weg bis in die entlegensten Winkel des Geländes, um wieder von höher oben zum Prügelgraben zurückzukehren und schlussendlich doch beim Prügelgraben auszusteigen.
Obwohl der Steig nie extrem bekannt war, sind bis heute deutliche Steigspuren vorhanden. Leider eben auch zahlreiche "andere Spuren" (Wildwechsel), von denen man sich nicht in die Irre führen lassen sollte, denn der Gaissteig ist stellenweise sehr exponiert und abschüssig. Oder anders gesagt: Es ist auch nicht schwierig in ein solches Gelände (abseits des Steigs, was ja hier durchaus vorkommen kann) reinzukommen.
Der originale Einstieg befindet sich rechts bei der Lenzbauernbrücke, die sich wiederum direkt hinter dem gleichnamigen Lenzbauer-Gehöft befindet.
Bei der sich rechts befindlichen Forststraße gibt es ein Kreuz, wo sich die ersten Spuren finden lassen.
Da der Gaissteig im unteren Teil vom Grenzriegel begleitet wird, spricht natürlich nichts dagegen, den Grenzriegel als Zu- bzw. Ausstieg zu nehmen.
Der Anfangsbereich (bis zur Grenzriegel-Schleife) ist generell etwas unübersichtlich. Es befinden sich aber zahlreiche Markierungen (als pinke Stange/Holzstab) im eben genannten Anfangsbereich. Ich bin mir nicht sicher, was sie genau markieren sollen (eventuell nur eine mögliche Variante, um durchzukommen - bzw. nicht der Originalverlauf) Kurzgesagt: Man wird schon einen Weg finden.
Gleich zu Beginn ist es relativ einfach, wo man den Rücken einfach nur bergan geht.
Prinzipiell sollte man aber bei einer Forststraße entlangkommen.
Danach gehts es raus auf eine baumlose Stelle bzw. Wiese.
Weiter in den Wald stoßt man dann erneut auf eine Forststraße.
Am oberen Ende der Forststraße dann am besten links gehen.
Nach einem kurzen Abschnitt kommt man dann (schräg rechts) auf eine weitere baumlose Stelle zu. Links befindet sich zusätzlich noch ein verfallener Jägerstand.
Hier relativ weglos zum Grenzriegel bzw. Grenzriegel-Schleife hinaufsteigen.
Der richtige Weiterweg (etwas knifflig zu finden) befindet sich dann etwas weiter oben zwischen zwei Bäumen, wo dahinter eine kleine baumlose Stelle ist, wo es aber gleichzeitig weiter dahinter in den Wald hineingeht.
Die Steigspur wird dann im Anschluss gleich sehr deutlich.
Nach einer gewissen Distanz sollten links markante Felsgebilde zu sehen sein.
Es ist das erste Mal (und noch lange nicht das letzte Mal) eine kleine, feine Schutthalde zu queren, wo unter einem der Boden schnell mal ein bisschen wegrutscht.
Der Steig zieht insgesamt schräg links hinauf, um eine gewisse Höhe zu erreichen, denn dann befindet sich links eine Felswand. An derselben Stelle dann etwas schräg links hoch (so wie es die Steigspur hoffentlich vorgibt), um dann höher gelegen zu wenden (ein Mini-Zickzack-Manöver).
Jedenfalls dann wieder raus und auf den Grenzriegel hinaufsteigen.
Beim Grenzriegel ist das dann die letzte Möglichkeit, um relativ bequem auszusteigen.
Die Fortsetzung ist dann auch wieder etwas schwer zu erkennen.
Es geht dann wieder durch einen waldigen Abschnitt, wo man bei einem Vorsprung (mit etwas Aussicht) herauskommt.
Danach kommt man zur Stelle, wo es kurz in Zickzack-Bewegungen hinauf geht.
Bei meiner vermuteten Fortsetzung wird die Stelle durch einen stacheligen Baum blockiert, weshalb ich mich an der Stelle entschieden habe, etwas höher zu steigen. Anschließend geht wie gehabt. Nächstes Ziel ist die Sohle des Prügelsgrabens!
Im Anschluss gelangt man zu einer schrofigen Stelle, wo eine Trasse zu erkennen ist.
Daraufhin folgt eine weitere, feine Geröllhalde, wobei die Fortsetzung bei der kleinen, erdigen Rampe auf der gegenüberliegenden Seite ist.
Nach der engen, erdigen Passage folgt eine weitere Geröllhalde, wobei hier eine deutliche Steigspur zu erkennen ist.
Bevor man zu seinem Seitenast des Prügelgrabens kommt, geht es in einem zuerst waldigen, dann mit Felsen durchsetzten Passage weiter.
Gleich im Anschluss befindet man sich bei einem weiteren sehr großen Geröllfeld. Eine Steigspur konnte ich direkt unter einem schiefen/herausragenden Baum finden.
Wir queren also den ganzen Geröllabschnitt und gehen wieder in den Wald hinein.
Daraufhin folgt dann wieder ein kleiner Geröllabschnitt, es ist die eigentliche Sohle des Prügelgrabens, der sich an der Stelle bis zum Plateau des Kuhschneebergs hinaufzieht. Im Hintergrund ist bereits eine markante Felswand mit einer Rampe zu erkennen.
Diese Stelle ist deshalb auch wichtig, weil sich hier der Gaissteig in eine neue und einfache Variante (Neuer Gaissteig) sowie alte und schwierige Variante (Alter Gaissteig) spaltet.
Für Neuer Gaissteig würde man beim Prügelgraben in einer Zickzack-Spur 60-80m nach oben gehen. Dass diese Spur nach so langer Zeit und aufgrund Schuttbewegung nicht mehr zu erkennen ist, sollte klar sein. Jedenfalls bilden die alte und neue Version eine Schleife, wobei der Alte Gaissteig mit einem Zeitverlust einhergeht.
Bei der markanten Felswand (die im Bild vorderste) nimmt man die Rampe hinauf.
Wieder geht es in den Wald hinein. Natürlich darf hier ein Geröllabschnitt auch nicht fehlen!
Darauffolgend wird es dann wieder etwas schrofiger.
Um eine Rinne zu überqueren ist heute nur noch ein nutzloser Stift übrig. Benesch beschreibt an dieser Stelle auch einen (schon damals) vermoderten Steg, von dem scheinbar nur der Stift bis heute überlebt hat.
Da es bei der Rinne zu tief runtergeht, muss man links bei den Felsen höher steigen und kann dadurch die Rinne überqueren.
Dann eine schmale, links durch Felsen begrenzte, Passage entlang.
Wieder gelangt man zu einer feinen Geröllhalde.
Anschließend muss man wieder eine sehr steile, erdige Rampe hinaufsteigen.
Nun abermals eine größere Geröllhalde queren.
Und schon wieder eine brutal steile Rampe hinauf nehmen.
Weiter den Weg entlang, und der linke Teil ist mit imposanten Felswänden, die gleich wichtig werden, durchsetzt.
Anschließend kommt man zu einem Fundament einer ehemaligen Hütte. Benesch hat diese ebenfalls schon damals als verfallene Hütte bzw. Hüttenruine bezeichnet. Dieses Fundament bzw. die aufgeschlichteten Steine sind nur von vorne zu erkennen.
Die Spur geht hinters Fundament, um dann links höher zu steigen. Die neue Richtung ist dann zurück in den Prügelgraben. Danach folgt sogleich wieder eine (erdige) Rampe.
Anschließend geht es weiter zurück Richtung Prügelgraben.
Gleich befindet man sich dann vor der Gaissteighöhle. Beim Eingang befindet sich seit 2019 ein kleines Steigbüchlein.
Links bei der Gaissteighöhle hoch und man geht dann relativ nah an der Felswand weiter.
Daraufhin steigt man einen sehr steilen Hang hinauf.
Sobald man (siehe oben) auf die Felswand stößt, geht man dann (aus der Sicht, wie man zur Felswand gekommen ist) rechts hinauf.
Hierbei geht es immerfort steil hinauf.
Wilder Ausstieg ist die ganze Zeit über sehr exponiert. Der Weg ist immerhin so breit, dass man ohnehin der Abbruchkante nie ganz NAH kommt.
Das Plateau des Kuhschneebergs befindet sich nun auf der linken Seite.
Der "normale" Ausstieg befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite von Wilder Ausstieg. Der Verlauf ist an der Stelle eher unsicher und ziemlich unübersichtlich, daher bin ich an der Stelle auch "irgendwie" gegangen.
Grundsätzlich quert man relativ lange einen schrofigen Hang, wobei die Geröllfelder hier ebenfalls nicht zu kurz kommen! In einem Waldeck findet man noch dieses Prachtexemplar:
Sobald man wieder in den Wald kommt, ist die Steigspur wieder leicht zu finden bzw. folgen.
Man steigt dann beim Plateau des Kuhschneebergs bei einer Hütte aus.
Relativ weglos gelangt man dann zur der Markierung (Forststraße) vom Schnellerwagsteig.