Königssteig
Der Königssteig ist ein unbekannter Anstieg auf den Hochschneeberg. Benesch beschreibt ihn in der 1. Auflage (1897) des Schneebergführers nur vage. In der 5. Auflage (1924) wird der Steig lediglich nebenbei noch erwähnt und als "verfallen" bezeichnet. Das zeigt eigentlich, dass der Steig zu keinem Zeitpunkt wirklich jemals bekannt war und daher auch der Verlauf schwer zu rekonstruieren ist.
Ein Beleg aus 1970 stützt diese Annahme:
„[...] Der auf alten Karten des vorigen Jahrhunderts noch eingezeichnete Königssteig führte vom Ochsenboden aus über die obere Bockgrube von der Westseite her auf den Schneeberggipfel. Der Name des Steiges ist heute abgekommen, folglich ist dessen genauer Verlauf nicht mehr zu rekonstruieren und [...]“
— Katzer Ernst
Höhlen und alte Bergbaue - Die Höhle (1970)
Jener Steig führt vom Brettschachersteig weg über die Bockgrube auf die Kuppe des Klosterwappens.
Der Einstieg befindet sich beim untersten Teil der Bockgrube, also da, bevor es zum Wienerbrünnl wieder in den Wald geht.
Vom Einstieg aus geht man aufs Geröllfeld zu. Hierbei muss man dann früher oder später nach rechts schwenken, um zur Felswand gelangen.
Hier geht es in einem waldigen Gebiet weiter.
Die Spur führt einem aufs Geröllfeld hinaus, wobei man hier am besten links auf den Schrofen weiter geht.
Die Spur geht dann rechts wieder in den Wald hinein. Diese Richtung wird so lange beibehalten, bis man vorne auf eine Felswand stößt, wobei man links von hohen Felswänden und einem darunterliegenden Geröllfeld begleitet wird.
Diese besagte Felswand wurde von mir damals links umgangen. Hierbei bin ich bei einer Rinne hochgeklettert. Jedenfalls ist diese Stelle nicht zu unterschätzen, da für eine stabile Haltung nur wenig Platz zur Verfügung steht.
Nach der Rinne geht man kurzer Zeit auf Schrofen weiter und sucht im Anschluss links den nächsten waldigen Abschnitt.
An einer Stelle im Wald ist eine deutliche Zickzack-Spur nach oben zu finden.
Weiter oben kann man dann schräg links zur unteren Bockgrube zusteigen.
Die untere Bockgrube ist am Anfang noch recht harmlos und man kann auf der linken Seite weiter bergan steigen.
Rechts von einem begegnet man dann ebenfalls einer schönen Wiese.
Dieselbe Wiese wird bergwärts von einer Felswand begrenzt, welche, wie gehabt, links umgangen wird.
Nach kurzer Zeit gelangt man zu einem großen Geröllfeld. Oben befindet sich bereits der Südliche Grafensteig.
Über Gamsspuren kann man auf die rechte Seite wechseln.
Hier kann man im Anschluss auf einer gestufen Gras- und Felsflanke höher steigen.
Direkt im Anschluss befindet man sich auf dem Südlichen Grafensteig.
Jener obere Teil der Bockgrube wurde von mir noch nicht begangen!