Wasserofen
| Wortanzahl | 373 |
| Einstieg | Höllental (Kaiserbrunn) |
| Ausstieg | Brettschachersteig |
Beim Wasserofen handelt es sich um einen tiefen Einschnitt zwischen dem Hochgang und Brettschacher. Zu Benesch-Zeiten wurde dieser Graben fälschlicherweise als "Prettschachergraben" bezeichnet.
Der Einstieg befindet sich in Kaiserbrunn bzw. links, wo Brettschachersteig/Kuhsteig bzw. Miesleitensteig abzweigen.
Der Wasserofen als solches ist hierbei noch nicht zu erkennen, da wir uns zuerst noch auf einer Forststraße befinden, allerdings ragt die Brettschacherspitze bereits hervor.
Nun links die Forststraße immer weiter hinein, im Hintergrund sind bereits die Brandmäuer angedeutet.
Im Anschluss kann man links weitläufige Schutthalden erkennen, die vom Hochgang herabziehen.
Nach ein paar umgekippten Bäumen folgt rechts sogleich die Wasserofen-Halbhöhle. Die Steigung nimmt hier bereits schon etwas zu.
Weitere Schutthalden verengen den Weg etwas, was sogleich wieder aufgehoben wird.
Nun wird der Weg erneut enger, wobei wir in diesem Fall eine Art Schlucht betreten, wo auch teilweise etwas Wasser runterrinnt.
Immer höher geht es bis zum Talschluss mühsam über Felsen und Geröll.
Auf der linken Seite ist nun eine sehr steile Rasenhalde, wir erblicken das sogenannte Schieche.
Nun folgt der anstrengendste und wesentlich schwierigere Teil des Anstiegs.
„„'s S ch i e ch e" heißt ein Steig ober Kaiserbrunn zwischen Hochgang und Wasserofen; das Wort kommt vom mittelhochdeutschen schiuhen, schiehen, schiech, bezeichnet also einen Steig, der Scheu einslößt, den man nach alter varturistischer Auffassung scheu meidet, eine „scheußliche" Gegend.“
Österreichische Touristenzeitung (Wien, 1923)
Selbst auf niedriger Höhe ist der Anstieg bereits anstrengend.
Blickt man rechts, sieht man noch das Wasserofenloch mit der fast senkrechten Wand und dem kleinen Wasserfall.
Je nach dem für welchen Weg man sich entscheidet, kann man auch hier kurz links hochsteigen, wo die Steigung dann kurz etwas mäßiger ist.
Weiter oben ist nun ein einzelner Baum zu erkennen, den wir nun im Laufe des Anstiegs erreichen wollen.
Ist dieser erreicht, so kann man noch etwas höher steigen, um dann ungefähr horizontal zum Teil mit dem Felsband zu traversieren.
Nun erkennt man auf der Höhe des Ausstiegsbands einen weiteren Baum, dieser ist das nächste Ziel.
Überdies habe ich bei meinem Anstieg eine schon recht rostige Versicherung entdeckt, die aber noch ganz gut brauchbar ist.
Sobald wir den zweiten Baum erreicht haben, haben wir im Endeffekt die maximale Höhe dieses Anstiegs erreicht.
Das Ausstiegsband führt nun in den Wald hinein.
Im Wald ist dann auch ein kleines Steiglein zu erkennen, das aber schon sehr abschüssig und dünn ist.
Jedenfalls erreichen wir nun auch den grünen Kessel oberhalb des Wasserofenlochs und können anschließend gerade zum Brettschachersteig hinaufsteigen.
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